Archive for the ‘Entrepreneurship’ Category

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Learnings nach erstem Monat Chuchichäschtli

September 3rd, 2006 by Remo Uherek

Chuchichäschtli ist nun einen Monat online. Zeit, die bisherigen Erfahrungen revue passieren zu lassen und learnings für die Zukunft abzuleiten:

  • Qualitativ hochwertiges Bloggen kostet Zeit. Viel Zeit sogar, will man fundiert recherchieren. Für brandneue News und fundierte Recherchen fehlen mir aber die Ressourcen (im Klartext: das können andere deutlich besser als ich). D.h. ich werde mich eher auf das Zusammenfassen und Kommentieren von Inhalten aus verschiedenen Quellen beschränken. Meine Hauptquellen sind meine täglichen unternehmerischen Erfahrungen und meine Blogroll.
  • Will man Leser gewinnen (wer will das nicht?) muss man sich von der Masse deutlich abheben können. Hier fällt es mir schon deutlich schwieriger, da es einfach zu viele gute Blogs mit regelmässigen exzellenten Beiträgen gibt. Ich werde mir in Zukunft genau überlegen, worüber ich blogge und worüber nicht. Das Ziel wäre einen eigenen “Chuchichäschtli”-Stil zu entwickeln, der möglichst einzigartig ist und den man leicht wiedererkennt.
  • Meine Kategorisierung hat sich im Laufe des ersten Monats deutlich verfeinert. Besonders ans Herz gewachsen sind mir die Kategorien “Made in Switzerland” und “Videos“. Diese beiden werde ich sicher besonders gewichten. Das Thema “E-Commerce” kam im ersten Monat fast ein wenig zu kurz. Auch bin ich nicht sicher, wie stark ich “Web 2.0” wirklich gewichten soll. Vielleicht konzentriere ich mich in Zukunft auch weniger auf den Hype, sondern mehr auf traditionelles Unternehmertum. Denn langfristig gehts ja um Unternehmertum und nicht um irgendwelchen (möglicherweise kurzfristigen) Trends.
  • Auch beim Thema Schreibfrequenz bin ich mir noch nicht ganz sicher. Intuitiv würde ich sagen: Leser erwarten bei ihren favorisierten Blogs mindestens alle 2 Tage ein Posting, optimal vielleicht jeden Tag (leite ich aus meinen Erwartungen ab). Bei mehr als zwei Postings pro Tag wird es stressig (bei Techcrunch komm ich z.B. gar nicht mehr richtig nach mit lesen), bei weniger als 3-4 Postings pro Woche wird es langweilig. Hier muss ich sicher noch meine Balance finden. Ich will mich weder jeden Tag dazu zwingen, etwas zu schreiben (man hat ja nicht an jedem Tag Lust oder Inspiration), noch will ich Langeweile aufkommen lassen. Hierbei werde ich in Zukunft vermehrt auf die Postings besser timen (man kann in WordPress ja bequem ein Veröffentlichungsdatum festlegen), damit ich meine gewünschte Frequenz möglichst gut einhalten kann (obwohl ich jetzt schon weiss, dass es Zeiten geben wird, in denen ich das nicht können werde).
  • Als Nachteil habe ich bisher empfunden, dass man bei neuen Kommentaren nicht per Email benachrichtigt wird. Bei Webgreenhorn habe ich erfahren, welch tolle Funktion solch eine Email-Notification ist. Gestern habe ich ein Plugin installiert, welches dieses Defizit behebt. Damit ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass längere Diskussionen entstehen (was ich schön fände).

Fazit:
Chuchichäschtli macht Spass. Es ist Hobby, Experiment und Plattform für meine Gedanken zugleich. Ich wünsche mir viele weitere spannende Monate und eine grosse Portion Unternehmertum :-).

Noch eine kleine Bitte:
Schreibt mir bitte Euer Feedback via Kommentar oder Email. Konkret interessiert mich:

  1. Was gefällt Euch an Chuchichäschtli derzeit am besten?
  2. Welche drei konkreten Dinge könnte man besser machen?
  3. Welche Dinge erwartet Ihr von Chuchichäschtli in der Zukunft?

Ist YouTube bereits profitabel?

September 2nd, 2006 by Remo Uherek

YouTube Interessante Spekulationen von Markus Frind. Gemäss seiner AdWords-Kampagne auf YouTube bezahlte er im Durchschnitt einen TKP von 30 Cent. Bei einem TKP von 30 Cent würde YouTube gemäss seinen Kalkulationen im Moment etwa einen Umsatz von $1.8 Mio machen.

Die Kosten von YouTube werden derzeit auf $1-2 Mio geschätzt, also wäre es gemäss den Angaben von Frind gut möglich, dass YouTube bereits profitabel ist. Soweit zu Frind.

Und nun meine Meinung: Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass YouTube nur mit AdSense profitabel arbeitet. Die bezahlten 30 Cent TKP muss sich YouTube mit Google teilen. Ausserdem scheinen viele Anzeigen irrelevant zu sein. Und ob die Anzeigen optimal platziert sind, ist auch fraglich. Vielleicht könnte man mit einem Rectangle oder Quadrat in den Kommentaren mehr rausholen als periphär platzierte Leaderboards oder Skyskraper. Auch frage ich mich, ob YouTube überhaupt ein Premium-Partner von Google ist, denn als Premium-Partner würde ich die Anzeigen individuell formatieren und in einem neuen Fenster öffnen.

Für solche Video-Services muss meines Erachtens ein eigenes Werbe-Modell entwickelt werden, ein Modell, welches direkt in die Videos integriert wird und die Nutzer nicht allzusehr nervt (vielleicht ein “AdSense for Video”?)

(via Ayom)

Update 4.9.2006:
Ich wurde auf einen interessanten Beitrag von Basic Thinking aufmerksam gemacht, der einen Beitrag von ZDnet zitiert:

The business model is advertising, with banners, sponsorships and contests

Neuer Mitarbeiter gesucht

September 2nd, 2006 by Remo Uherek

Adrian hat ein witziges (oder soll man sagen trauriges?) Anforderungs-Profil an moderne Mitarbeiter geschrieben:

Ausbildung: International, Ivory League Universities
Alter: ungefähr 25
Erfahrungen: mindestens 10 Jahre Unternehmensberatung (McK, BCG, Bain u.ä.) sowie 5 Jahre als Unternehmer inklusive erfolgreichem Exit
Sprachen: Chinesisch und Russisch fliessend
Bezahlung: Fixsalär auf ukrainischem Niveau, leistungsabhängige Entlöhnung in Optionen nach amerikanischer Art

Hinzuzufügen wäre 100%-ige Flexibilität (heute Sibirien, morgen Indien darf kein Problem darstellen) und grenzenlose Loyalität (es versteht sich ja von selbst, dass man auch in der Freizeit Kunden akquiriert). Und da ja heutzutage jeder ein Allrounder ist, muss der Neue sowohl LAMP als auch Ajax und Ruby-on-Rails beherrschen, wie auch doppelte Buchhaltung und natürlich auch die Künste des Viralen Marketing.

Selbstverständlich ist diese Liste nur ein Auszug der detaillierten Job-Beschreibung, die dann nach erfolgreichem 7-tägigem Assessment-Center und den 35 obligatorischen Interviews ausgehändigt wird.

103bees.com akzeptiert wieder Anmeldungen

September 1st, 2006 by Remo Uherek

103bees Christoph Cronimund ist mit seinem innovativen Suchmaschinentraffic-Analysetool 103bees.com nach eigenen Angaben ein “viraler Kickstart” gelungen (die Früchte davon waren z.B. Erwähnungen von Dr. Web oder Seth Godin). Den viralen Effekt sieht man bei Alexa ganz deutlich.
Mittlerweile musste er von Cyon auf einen eigenen Server wechseln, um den Ansturm zu bewältigen, siehe seinen detaillierten Bericht über die neue Technik im Hintergrund.

Wegen des Ansturms musste Christoph auch die Anmeldungen stoppen. Seit gestern kann man sich wieder anmelden.

Ich wünsche Christoph viel Erfolg. Den Namen finde ich höchst kreativ, denn nach näherem Hinsehen bedeutet er “10^3 (=1000) Bienen”. Bienen, da Bienen fleissige Tierchen sind :-).

Und obwohl ich den Service via Ayom schon seit Ende Juni kenne, habe ich mich erst heute angemeldet und werde 103bees testen. Und ich frage mich, ob die virale Luft schon draussen ist oder ob der Servce nun wieder zu neuen Höhenflügen ansetzen kann. Und ob ein einziger Server einem erneuten allfälligen Ansturm standhalten kann, muss sich auch erst zeigen. Vielleicht wäre es gescheit, ein paar weitere Server für den Fall des Falles in Griffnähe zu halten ;-).

Schweizer investieren in Hitflip

August 30th, 2006 by Remo Uherek

Wie im Hitflip-Blog berichtet, führt Hitflip gerade eine Kapitalerhöhung durch.

Unter den neuen Investoren sind auch Schweizer:

  1. Brains-to-Ventures aus St. Gallen
  2. Dr. Hansruedi Heeb (Gründer von esmertec)
  3. Peter Schüpbach (sein Blog-Beitrag über Hitflip)

Gemäss der Pressemitteilung fliesst ein siebenstelliger Betrag (d.h. >1 Mio und <10 Mio) in Hitflip, primär für Marktdurchdringung und Internationalisierung. Ich freu mich für die Hitflip-Jungs (insbesondere Andre, mit dem ich schon seit einiger Zeit Kontakt pflege) und finde es toll, dass nun auch die Schweiz einen Einfluss auf Hitflip hat. Und schade, dass ich nicht im Geld schwimme und nicht ein namhafter Investor bin, sonst wär ich auch gerne mit von der Partie :-).

Wird der nächste Finanzierungsschritt bereits Venture Capital sein? Wird Hitflip irgendwann von eBay gekauft? Oder hofft man auf Bubble 2.0 und vielleicht sogar einen IPO? Oder kaufen sich die Gründer die Anteile später wieder zurück? In 5 Jahren wissen wir mehr :-).

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